Lob und Ehre für das «Kreuz»-Team

Bieler Tagblatt, 21.03.2013

Heute ehrt die Stadt den Verein Kultur Kreuz Nidau für seine «besonderen Verdienste». Der Preis ist mit 3000 Franken dotiert.

«Kreuz»-Team: Steve Iseli (Präsident), Manuel Stoecker, Silvia Lüscher (Sekretariat), Reto Sommer Hitz (von l. n. r.). Aus dem Vorstand fehlen Michael Lattrell und Eva Maria Berth.

Lob und Ehre für das «Kreuz»-Team

Bild: Ruben Hollinger/a

Im Vorstand des Vereins Kultur Kreuz Nidau (KKN) war man erfreut und einigermassen überrascht über die «Ehrung für besondere Verdienste» der Stadt. Denn in den Anfängen war das Verhältnis zwischen den beiden – sagen wir mal – eher angespannt. In den 1980er-Jahren sorgte das alternative Kulturzentrum mit politischen Statements und Aktionen vor allem auf der bürgerlichen und rechten Seite für Kritik.

Doch das ist lange her. Seitdem hat sich der Kulturverein geöffnet und das Lokal mauserte sich mit einem hochstehenden Programm von Kleintheater über Musik bis hin zu Literatur zu einem der renommiertesten Kulturzentren der Region. Dies will die Stadt nun belohnen.

«Der Verein setzt sich in besonderem Mass für das Kulturleben in Nidau ein», sagt Sandra Hess, FDP-Gemeinderätin Bildung, Kultur und Sport. Es sei vor allem dem aktuellen Vorstand zu verdanken, dass das «Kreuz» heute in der Öffentlichkeit mehr wahrgenommen und der Dialog mit der Stadt gepflegt werde. «Der Verein hat unglaubliche Arbeit, auch viel Freiwilligenarbeit geleistet für die Nidauer Bevölkerung», so Hess.

Regionale Ausstrahlung

Da das «Kreuz» über die Grenzen von Nidau hinausstrahlt, will die Stadt, dass es als Kulturinstitution von regionaler Bedeutung anerkannt wird. Damit würde sich der Verein bei der Neuverteilung der Gelder (ab Januar 2016) im Rahmen des neuen kantonalen Kulturförderungsgesetzes Subventionszahlungen von Kanton und umliegenden Gemeinden sichern. Der Antrag wurde vor kurzem eingereicht bei der Regionalen Kulturkonferenz Biel. Ein erster Entscheid fällt gemäss Hess voraussichtlich Anfang 2014. Definitiv entscheidet der Kanton Ende 2015. Aktuell wird der Verein wie folgt unterstützt: Nidau (20 000 Franken pro Jahr), Kanton Bern (10 000 Franken), Stadt Biel im Rahmen des Animationskredites (Defizitdeckungsgarantie). Bis zu 20 000 Franken stammen aus Mitglieder- und Gönnerbeiträgen. Der Eigenfinanzierungsgrad liegt bei fast 70 Prozent. Seit der Saison 2012/2013 ist der Verein direkter Mieter des Kreuzsaals und kann diesen selber weitervermieten (Firmenevents, Seminare, Bankette). Daraus erhofft man sich zusätzliche Einnahmequellen. Die Testphase sei gut angelaufen, sagt Vereinspräsident Steve Iseli. Die Zeichen stehen gut, dass KKN den Saal langfristig von der Liegenschaftsbesitzerin Stiftung Wunderland übernimmt. Die 3000 Franken, die mit der Ehrung verbunden sind, fliessen laut Iseli in die Infrastruktur (Akustik im Saal).

Die Ehrung findet heute Abend vor der Stadtratssitzung statt. Sie wird seit 2007 von der Stadt Nidau an Einzelpersonen, Vereine oder Gruppen verliehen, «die sich in den Bereichen Kultur, Kunst, Soziales oder Sport durch hervorragende Leistungen verdient gemacht haben».
Info: Ehrung 21.03.2013, Aula, Schule Weidteile, Nidau, 18.30 Uhr. www.kreuz-nidau.ch

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