Ein Kunsthalle-Besucher kostet hundertmal mehr als ein Buskers-Fan

von Katja Zellwenger – Der Bund

Die Reitschule ist bei den Musterschülern – die hohe Kultur macht hohe Kosten: eine Analyse der städtischen Kultursubventionen.

Eine Ausstellungsbetrachter kostet die Stadt hundertmal mehr als ein Buskers-Besucher: Bricht man die Subventionen der städtischen Kulturinstitutionen auf den einzelnen Besucher hinunter, ist die Diskrepanz gross.

Spitzenreiter Kunsthalle

Das Buskers-Festival, das Theater an der Effingerstrasse wie auch die Interessengemeinschaft Kulturraum Reitschule Bern (Ikur) können einstellige Frankenbeträge pro Besucher vorweisen; tiefe Zahlen bei publikumsstarken Institutionen. Folglich www.xpress-money.net wirtschaftet die oft gescholtene Ikur ziemlich effizient mit den per einjährigem Leistungsvertrag zugeschriebenen Subventionen. Zumal das Angebot Kino, Konzerte und Restaurantbetrieb umfasst. Die Grosse Halle und das Tojo-Theater erhalten unabhängig davon Beiträge.
Die hohen Pro-Kopf-Beträge korrelieren mit den hohen Ansprüchen der etablierten Aushängeschilder der Kulturstadt Bern. Im Fall des Spitzenreiters Kunsthalle handelt es sich um einen ganzjährig zu unterhaltenden Museumsbetrieb. Werkaufbewarungs und -erhaltungskosten wie auch Personalkosten sind darum wesentlich höher. Im Walser-Zentrum, das ein kleineres Museum betreibt, fliessen die Subventionen vermehrt der wissenschaftlichen Forschung zu. Die hohen Pro-Kopf-Zahlen stehen folglich nicht zwingend für Ausgaben pro Besucher.

Empfänger legen Zahlen vor

Die vorliegenden Zahlen gehen aus dem von der städtischen Präsidialdirektion veröffentlichte Controlling-Bericht 2011 hervor. Dieser informiert über die Leistungsverträge zwischen der Stadt Bern und den von ihr subventionierten Kulturinstitutionen. Ausserdem erläutert der Bericht die Einschätzung grösserer Institutionen bezüglich ihrer Betriebsziele und -projekte.
Das myamateurwebsite.com Controllingverfahren der Stadt Bern verläuft seit neuem getrennt von jenem der Regionalkonferenz Bern-Mittelland (RK). Die Institutionen verpflichten sich alljährlich, einen Jahresbericht und die interne Rechnung offenzulegen. (Der Bund)

Katja Zellweger  09.10.2012

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